KLEIDUNG IM MITTELALTER von Kania, Katrin

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Artikel-Nr.
LB9783412204822
EAN
9783412204822
Gewicht
900,0 g
Jan-Oliver Zilker

Konzise und konkret, material- und formenkundlich orientiert

<span class="kapital">D</span>ie Autorin hat ihre archäologische Dissertation zu einem Handbuch ausgearbeitet und genau diese fachwissenschaftliche Herkunft merkt man dem Buch in jeder Zeile an: Es ist im besten Sinne konkret, eng auf Material, Textiltechnik und Herstellung konzentriert. Zudem glänzt es mit einem umfangreichen Katalog original erhaltener Kleidungsstücke. Natürlich sind die Funde von Herjolfsnes, Bocksten oder Thorsberg und die Textilüberlieferung aus den Königsgrablegen von St. Denis, Speyer oder Burgos las Huelgas seit langem bekannt und hier nicht grundlegend neu aufgearbeitet. Karin Kania gebührt aber das Verdienst, diese Stücke erstmals in einer einheitlich konzipierten Zusammenschau präsentiert und außerhalb der Organe der Fachwelt für ein breiteres Publikum verfügbar gemacht zu haben. <br> <br> <span class="kapital">I</span>nhaltlich lässt sich das Handbuch in drei große Abschnitte gliedern: Zunächst präsentiert es einen technisch orientierten Überblick über Rohstoffe, Textilproduktion und Nahtführung. Ebenso anschaulich wie konzise wird der Leser mit den unterschiedlichen Qualitäten und Charakteristika der verfügbaren Materialien vertraut gemacht. Ein zweiter Großabschnitt gibt auf etwa 70 Seiten einen fundierten Abriss über die modische Formenentwicklung. Ein letztes Kapitel widmet sich schließlich auf theoretischer Ebene den Grundlagen und Grenzen experimenteller Textilrekonstruktionen. <br> <br> <span class="kapital">W</span>er sich im engeren Sinne für die Beschaffenheit mittelalterlicher Textilen interessiert, dem erschließt sich hier eine wahre Wunderkammer an verwendbaren Informationen. Die Autorin beherrscht ihr Metier als Archäologin ebenso souverän wie die Kunst der Schnittführung und Nahrherstellung und kann so die historische Informationsbasis durch praktische Hinweise und Überlegungen zusätzlich unterfüttern. <br> <br> <span class="kapital">Z</span>u den Nachteilen der genuin archäologischen Ausrichtung gehört zweifellos der Verzicht auf eine gesellschaftliche und kulturelle Einbettung der Textilstücke. Nur selten wird allgemein auf Standesgruppen verwiesen, die Ebene der sozialen Sinngebung bleibt nahezu unsichtbar. Besitzen Kleider unzweifelhaft eine Signal- und Verweisfunktion, so wird diese hinter der technischen und formenkundlichen Ausrichtung kaum erkennbar. Man erfährt also, was rein technisch getragen werden konnte, aber kaum, wer und bei welchen Gelegenheiten dies tatsächlich tragen durfte/wollte/musste. <br> <br> <span class="kapital">S</span>o sicher die Autorin im Umgang mit dem konkreten Textilmaterial ist, so unsicher wirkt bisweilen ihr Umgang mit den übrigen Quellen. Dies offenbart sich besonders deutlich im Versuch, den MYTHOS WECHSELÄRMEL ein für alle Mal zu widerlegen. Kania gelingt es zwar plausibel, einige ausgewählte, indes keineswegs alle vorhandenen Belege in Zweifel zu ziehen. Mitunter wirkt ihre Argumentation dabei stark zirkulär. Auch der Verweis auf die Unsichtbarkeit auf den Bildquellen überzeugt schwerlich, handelt es sich doch hier keineswegs um Fotografien. Insofern wirkt es fast schon komisch, wenn Kania ausgerechnet auf die Darstellung verknoteter Ärmel im speculum virginum verweist, als sei die Feldarbeit in stoffreicher Festtagskleidung eine realistische Widergabe des bäuerlichen Alltags. <br> <br> <span class="kapital">H</span>ier und da finden sich im Handbuch leider auch RESTBESTÄNDE der ursprünglichen Qualifikationsarbeit, so etwa wenn zum Thema Gugel auf die unveröffentlichte Magisterarbeit der Autorin verwiesen wird. <br> <br> <span class="kapital">T</span>rotz dieser kleineren Schwächen ist Katrin Kania ein großer Wurf an Fachkompetenz und Anschaulichkeit gelungen, der zum Kauf wärmstens empfohlen sei. <br> <br> <b><i>Von sog. Fredegar am 18. August 2011</i></b>


Jan-Oliver Zilker

Ein Standardwerk für die textile Archaeologie und lebendige Geschichtsdarstellung

<span class="kapital">K</span>arl Schlabow hat mit seine Buch TEXTILFUNDE DER EISENZEIT IN NORDDEUTSCHLAND ein solides Fundament für die Recherche der Kleidungskultur in der Vor- und Frühgeschichte gelegt. Kathtrin Kania greift diesese Fundament auf, erweitert, ergänzt und korrigiert es dort wo es nötig ist und wo sich neue wissenschaftliche Erkenntisse gesammelt haben. <br> <br> <b>Gab es Baumwolle im Mittelalter? <br>Welche Bindungen wurden gewebt? <br>Welche Fasern wurden getragen?</b> <br> <br> <span class=kapital">D</span>iese und noch einiges mehr wird in diesem Buch erklärt. Neben zahlreichen Zusammenfassungen bietet es sehr viele weiterführenden Literaturverweise um ausführlich im Bereich der textilen Archaeologie zu recherchieren. <br> <br> <span class=kapital">F</span>rau Kania hat meiner bescheidenen Meinung nach ein sehr gelungenes Werk veröffentlicht, das ich mit einem guten Gewissen weiter empfehle. <br> <br> <b><i>Am 11. Februar 2013</i></b>


Jan-Oliver Zilker

Kleidung im Mittelalter: Materialien - Konstruktion - Nähtechnik.

<span class="kapital">D</span>as Buch ist ein sehr gutes Fachbuch, hilft einem sehr viel weiter beim Erstellen eigener Reenactment-Kleidung !Sehr anschauliche Darstellung alter Nähtechniken! Vielen Dank ! <br> <br> <b><i>Von ulrich drechsler am 2. Dezember 2014</i></b>


Jan-Oliver Zilker

Fundiert

<span class="kapital">S</span>chön ins Detail gehende Doktorarbeit, eher trocken geschrieben, die Themen aber übersichtlich und sehr fundiert aufbereitet. <br> <span class="kapital">F</span>ür Reenactoren wie mich ein schönes Nachschlagewerk. <br> <br> <b><i>VonAlex Proellam 12. August 2015</i></b>


Jan-Oliver Zilker

Genau das richtige!

<span class="kapital">E</span>in umfassendes Werk das seines gleichen sucht, eine gut verständliches und wissenschaftliches Buch über die Kleidung im Mittelalter, deren Rekonstruktion und die Grenzen und Probleme dieses Themas. Absolut enentbehrlich für jeden der sich mit diesem Thema beschäftigen will dank seiner einzigartien Zusammenfassung. <br> <br> <b><i>vom 27. Dezember 2015</i></b>